Motorboot-Fahrschule Henzi auf der Aare

Knoten &
Uferzonen

Die wichtigsten Schifferknoten für die praktische Prüfung — und die Regeln zu Uferzonen und Sperrzonen auf Schweizer Gewässern.

Zum Belegen des Schiffes

Zum Belegen des Schiffes können verschiedene Knoten frei gewählt werden — Mastwurf, Palstek, Roringstek, Kopfschlag und weitere. Das Schiff muss vor dem Belegen still stehen. Es ist zuerst im Luv zu belegen, ein vorgängiges Sichern im Lee ist erlaubt. Es soll sich genügend frei bewegen können (Abstand ca. 0,5 m). Das Belegen hat in nützlicher Frist zu erfolgen. Bei längerem Stilliegen sollten Fender sowie eine Vor- und Achterspring gesetzt werden.

Als Schifferknoten (seemännische Knoten, Segelknoten, Steke) bezeichnet man Knoten, die eine besondere Bedeutung für den Betrieb von Schiffen haben. Ziel der Knotenkunde ist es, einen Satz zuverlässiger Knoten zu beherrschen, die einerseits sicher halten, andererseits wieder lösbar sind — auch wenn sie unter starker Last standen oder nass geworden sind. Ausserdem sollen sie schnell und einfach zu knüpfen und zu prüfen sein.

Die wichtigsten Knoten

Diese Knoten übst du bei uns auf dem Wasser — sie gehören zum Prüfungsprogramm der Kategorie A.

Knotendiagramm: Einfacher Roringstek

Einfacher Roringstek

Der Roringstek (auch Ankerstek, Fischerstek) dient zum Verbinden einer Leine mit einem Ring oder ähnlichem. Im Gegensatz zum Rundtörn mit halben Schlägen wird hier der erste halbe Schlag durch den Rundtörn geführt. Danach können normale weitere halbe Schläge gemacht werden, da der Knoten sonst nicht zuverlässig hält.

Knotendiagramm: Achterknoten

Achterknoten

Ein Achtknoten (auch Achterknoten) ist ein Einstrang-Verdickungsknoten. Dieser Knoten dient zur Vergrösserung des Durchmessers eines Seils meistens am Seilende, zum Beispiel um das Seil vor dem Durchlaufen durch eine Öse zu hindern.

Knotendiagramm: Mastwurf

Mastwurf

Der Webeleinstek (auch Webeleinenstek, Mastwurf, Achterschlinge) ist ein Knoten zur Befestigung einer Leine an einem Gegenstand. Der Webeleinstek verklemmt sich auch bei grösserer Belastung kaum, kann aber bei einseitiger Belastung abrollen oder sich lockern. Der Würgeknoten ist fester, lässt sich dafür kaum noch lösen.

Der Webeleinstek kann gesteckt oder gelegt werden; er ist einer der wenigen Knoten, die sich für die Mitte einer Leine eignen, wenn deren Ende (seemännisch: Tampen) nicht frei ist.

Knotendiagramm: Kreuzknoten

Kreuzknoten

Der Kreuzknoten kann gebunden werden, indem man zwei Überhandknoten übereinander setzt. Dabei ist zu beachten, dass die beiden Überhandknoten verschiedene Orientierung haben — also rechts über links und dann links über rechts (oder beide umgekehrt). Beim Kreuzknoten liegen die Enden parallel und der Knoten ist flach, während beim zu vermeidenden Hausfrauenknoten die Enden schräg heraus kommen.

Knotendiagramm: Einfacher Schotstek

Einfacher Schotstek

Der Schotstek ist ein Knoten zum Verbinden zweier Seile, auch von Seilen etwas unterschiedlicher Stärke oder verschiedener Steifheit. Bei unterschiedlich beschaffenen Seilen nimmt man den doppelten Schotstek, der eine grössere Zuverlässigkeit hat. Wenn ein Seil mehr als doppelt so dick wie das andere ist, nimmt man besser zwei sich durchdringende feste Schlaufen, um die Seile zu verbinden.

Der Schotstek lässt sich ohne Belastung leicht lösen und halbiert in etwa die Belastbarkeit des Seiles. Der einfache Schotstek lässt sich auf Slip legen und ist dann auch unter Belastung lösbar.

Knotendiagramm: Doppelter Schotstek

Doppelter Schotstek

Zuverlässiger, aber schlechter lösbar und aufwendiger zu knüpfen ist der doppelte Schotstek.

Knotendiagramm: Kopfschlag

Kopfschlag

Der Kopfschlag bildet den Abschluss beim Belegen (= Festmachen zum Beispiel einer Leine) auf einer Klampe. Für einen Kopfschlag wird die lose Part — das ist jenes Ende des Seiles, an dem nichts befestigt ist — diagonal über die Klampe geführt und zu einer Bucht geformt. Die Bucht wird zu einem Auge verdreht und so über das Horn der Klampe gelegt, dass die lose Part unten zu liegen kommt. Der Kopfschlag sichert die derart belegte Leine gegen unbeabsichtigtes Lösen.

Knotendiagramm: 2 halbe Schläge

2 halbe Schläge

Um einen Gegenstand (zum Beispiel eine Stange) wird das Seil eineinhalb mal herumgelegt (es werden anderthalb Rundtörns gelegt), so dass es wieder in die Ausgangsrichtung zurück weist. Dann werden zwei halbe Schläge um das Ausgangsseil herum gelegt. Zu beachten ist, dass die beiden halben Schläge den gleichen Drehsinn haben und somit einen Webeleinenstek um das Ausgangsseil bilden.

Der Knoten ist zuverlässig und setzt die Bruchlast des Seiles um etwa 30 % herab. Um ihn noch sicherer zu machen, kann man den ersten halben Schlag durch den Rundtörn laufen lassen (Roringstek); damit ist der Knoten aber auch schwerer zu lösen und man verliert den grossen Vorteil, dass der Knoten auch unter Spannung gebunden und gelöst werden kann.

Knotendiagramm: Palstek

Palstek

Palstek leitet sich von «Pfahl-Knoten» ab. Mit den Festmacherleinen von Schiffen wird ein Palstek um einen Pfahl oder Poller gesteckt, oder über sie gelegt oder geworfen. Ein Palstek öffnet sich belastet oder unbelastet nicht von selbst und sein Auge zieht sich auch unter hoher Beanspruchung nicht zusammen. Auch nach langer und starker Belastung lässt sich der Palstek ohne Hilfsmittel leicht wieder öffnen.

Knotendiagramme und Beschreibungen: wikipedia.org, Lizenz CC BY-SA.

Uferzonen und Sperrzonen

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Knoten lernt man am besten auf dem Wasser

Wir üben jeden dieser Knoten mit dir — bis er sitzt. VSMS-anerkannter Bootsfahrlehrer auf der Aare.

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